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Aktive Magnetfeldkompensationssysteme:
Aktive Magnetfeldkompensationssysteme reduzieren niederfrequente Magnetfelder wie sie durch Fahrzeuge, Aufzüge, Bahn, Elektroanlagen oder andere Störquellen verursacht werden. Mittels eines empfindlichen Sensors werden die Störfelder gemessen und durch Gegenfelder aktiv kompensiert. Es wird auch oftmals als Helmholtzspulensystem bezeichnet.
Aktives Kompensationssystem    
Helmholtz-Spulensystem, Magnetfeldkompensation, Prinzipschema
Planung und Montage:
Die Montageplanung der aktiven Kompensation erfolgt als vorbereitende Arbeit. Die Montage selber dauert insgesamt ca. 3 Tage und wird üblicherweise in zwei Schritten ausgeführt.
  • 1. Montieren der Kabelkanäle und verlegen der Spulen. Diese Arbeiten erfolgen idealerweise vor Montage der Laboreinrichtung und vor dem Aufstellen des Mikroskops.
  • 2. Nach Inbetriebnahme des Mikroskops, platzieren des Sensors, anschliessen der Spulen und kalibrieren der Anlage. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Performance durch Messungen dokumentiert.
3D-Situation Kompensationssystem
 

Aktives Kompensationssystem für Mikroskop  
Strassenbahn:
In einem Labor in Wien wurde ein neues Rasterelektronenmikroskop Carl Zeiss SEM Supra 55VP installiert. Da bei den Mikroskopiearbeiten Störungen auftraten wurden Magnetfeldmessungen durchgeführt. Diese Messungen ergaben, dass die DC-Magnetfelder ausserhalb den Spezifikationen lagen. Als Quelle konnte die am Gebäude vorbeiführende Straßenbahn festgestellt werden.
Lösung:
Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten wurde ein aktives Magnetfeldkompensationssystem installiert. Damit konnten die Störfeldstärken im Raum deutlich unter die spezifizierten Werte reduziert werden.
Supra 55VP mit aktivem Kompensationssystem  

Elektroverteiler stört Ebeam-Schreiber  
Stromverteiler:
In einem Labor in Berlin wurde ein neues FEI TEM, Titan 80-300 installiert. Nach der Inbetriebnahme wurde festgestellt, dass die Bildqualität nicht den Erwartungen entspricht. Durch entsprechende Magnetfeldmessungen konnte der störende Einfluss einer nahe gelegenen Stromverteilung nachgewiesen werden, welche zum Zeitpunkt der Raummessungen nicht in Betrieb war.
Lösung:
Damit die Störfelder elminiert werden, wurde ein aktives Kompensationsystem eingebaut. Die Problematik von nahen Feldquellen besteht darin, dass der Feldgradient am Standort des Mikroskopes hoch ist. Solche Situationen mit Kompensationssystemen einwandfrei zu lösen gestaltet sich nicht einfach. Ziel der Kompensation soll ja sein ein grösst mögliches Volumen zu kompensieren. In Situationen mit hohem Gradient ist dies jedoch nur bedingt möglich.
Position Elektroverteiler